Die Linie 12 im Swiss Transit Lab

Die Linie 12 ist ein durchgängiges Mobilitätskonzept (Mobility-as-a-Service) mit geplantem First- und Last-Mile-Konzept. Sie unterscheidet sich von anderen Pilotprojekten dadurch, dass sie in das bestehende ÖV-Liniennetz des Kantons Schaffhausen eingebunden ist und somit die existierende Infrastruktur benutzt.

Zum ersten Mal vereinigen sich Technologieunternehmen, Betreiber und Kanton als Projektbeteiligte und entwickeln die Linie 12 zusammen mit der Bevölkerung. Das Projekt wird von einer Akzeptanzstudie der ETH begleitet und bezweckt die Integration von Bedenken und Wünschen aus der Bevölkerung.

Fahrplan

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FAQ

Fragen und Antworten zur Linie 12
Wie kann die Bevölkerung vom Projekt profitieren?

Einerseits gibt es eine Erweiterung des bisherigen ÖV Angebots. Im  Pilotbetrieb wird eine Strecke zwischen Neuhausen Zentrum, dem Industrieplatz bis an den Rheinfall  in Betrieb genommen, die bisher noch nicht angeboten werden konnte. Insbesondere Personen mit eingeschränkter Mobilität können auf andere Art und Weise das Naturspektakel am Rheinfall beobachten.

Andererseits haben die VBSH das Ziel, die autonome Mobilität auch auf Strecken einzusetzen, die aus wirtschaftlichen Gründen bisher nicht angeboten werden konnten. Insgesamt erfährt der ÖV im Kanton und in der Region dadurch also eine Steigerung der Attraktivität.

Wird es weitere Strecken geben?
Ich bin grosser Fan / Gegner/in des Projekts – an wen kann ich mich wenden?
Geht es darum, Buschauffeure und -chauffeusen zu ersetzen?
Wird durch die vermehrte Nutzung von autonomen Fahrzeugen die Antennenstruktur erweitert und ausgebaut werden müssen?
Ist der Betrieb eines selbstfahrenden Busses nicht gefährlich?
Was unternehmen die Projektträger zur Gewährleistung der Sicherheit?
Wie entscheidet der Shuttle, wessen Leben er in einer unausweichlichen Verkehrssituation schützt?
Sollte der schlimmste Fall eintreten und ein Mensch zu Schaden kommen, wer haftet?

Ein selbstfahrender Bus am Rheinfall

Schaffhausen läutet die Zukunft des öffentlichen Verkehrs ein. Seit März 2018 pilotiert in Neuhausen am Rheinfall ein automatisierter Busbetrieb, der direkt in das bestehende Liniennetz integriert wird.

Die Strecke

Das Shuttle verkehrt seit März 2018 zwischen dem Industrieplatz und Neuhausen am Rheinfall Zentrum (rot eingefärbte Strecke). Ab Sommer/Herbst 2018 wird die Strecke schliesslich bis zum Rheinfallbecken (Schlössli Wörth) erweitert. Rote Punkte markieren Haltestellen.

Zusammenspiel zwischen der Linie 12 und dem existierenden Verkehrssystem in Schaffhausen (Einbindung in Leitstelle)

First- und Last-Mile-Konzept

Im Zuge des Pilotprojekts «Linie 12» ist auch die Anwendung eines First-Last-Miles-Konzept angedacht. Damit ist ein Abrufservice über eine App gemeint, wodurch Passagiere nach ihren Bedürfnissen den Bus zum Bahnhof in Neuhausen am Rheinfall bestellen können, der sie dann an Umsteigepunkte fährt.

Die Entwicklungsschritte

Vision

Die Trapeze Switzerland GmbH und die Verkehrsbetriebe Schaffhausen VBSH beschliessen, die Mobilität der Zukunft mit zu gestalten. Unterstützt durch die Wirtschaftsförderung des Kantons Schaffhausen entscheiden sie, Versuche mit autonomen Shuttles durchzuführen.

Frühling 2017

4. Juli 2017

Medienkonferenz

Die autonome Mobilität am Rheinfall wird den Medien vorgestellt.

Ausnahmebewilligung

Das Gesuch für die Ausnahmebewilligung zum Betrieb in Neuhausen wird angefertigt. Gleichzeitig wird die Organisationsstruktur beschlossen und die Anstrengungen unter dem Dach des Swiss Transit Lab formalisiert.

Herbst / Winter 2017

März 2018

Betrieb auf Strasse

Nach Erhalt des definitiven OK durch die nationalen Behörden ist das Shuttle nun live auf der Strasse unterwegs und steht Interessentinnen und Interessenten für eine Probefahrt zur Verfügung. Zudem wird die erste Befragungswelle zur Akzeptanz autonomer Mobilität durchgeführt.

Die Strecke wird bis zum Rheinfallbecken erweitert

Sommer / Herbst 2018

Ab 2019

Die Pilotierung des First- und Last-Mile-Konzepts startet voraussichtlich

Partner des Swiss Transit Labs